Viszerale Therapie

Die viszerale Osteopathie befasst sich mit der Funktion innerer Organe. Sie ist direkt abhängig von der Beweglichkeit der Organe und ihrer Aufhängungen (Faszien). Auch die Organe folgen dem craniosacralen Rhythmus. Dabei handelt es sich um sehr feine Bewegungen, die für den geschulten Osteopathen jedoch erspürbar sind, selbst wenn das Organ tiefer in der Bauchhöhle liegt. Daneben besitzen Organe auch eine Eigenbewegung, die etwa im Magen-Darm-Bereich durch die Peristaltik, im Herzen durch den Herzschlag oder in der Blase durch Muskelkontraktionen zur Entleerung entsteht. Doch auch benachbarte Körpergewebe haben einen physiologischen Einfluss auf die Organe: So sorgt z.B. jeder Atemzug dafür, dass die Niere eine Strecke von ca. drei Zentimetern zurücklegt.

Mithin verfügt jedes Organ über ein natürliches, gesundes Maß an Beweglichkeit. Aufgabe des Osteopathen ist es, Abweichungen davon zu erkennen und eventuelle Funktionsstörungen zu ermitteln.

Die Osteopathie ermöglicht durch diese sensiblen Diagnostikmethoden wie vorsichtiges Abtasten und Fühlen in unterschiedlichen Tiefen, Störungen festzustellen, lange bevor sich diese in der klassischen Medizin durch Röntgen, Ultraschall oder Blutbild erfassen ließen.

In der Therapie werden die inneren Organe und die umgebende Strukturen durch sanfte Griffe und Techniken behandelt. Ziel ist dabei, die volle Funktion und natürliche Beweglichkeit wiederherzustellen.

Bekannte Beschwerdebilder:

  • Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Reflux,Übelkeit, Blähungen
  • Organsenkungen
  • chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma
  • Operationsfolgen wie Narben und Verwachsungen
  • funktionelle Herzbeschwerden, erhöhter Blutdruck
  • eingeschränkte Entgiftung der Leber, Nieren oder Haut
  • Reizblase, häufige Harnwegsinfektionen
  • Regelbeschwerden, Hormondysbalancen, Wechseljahrbeschwerden, Kinderwunsch