Darmsanierung & Darmaufbau

Volksweisheiten und witzige Sinnsprüche bestätigen, was jeder an sich selbst erfährt und im Grunde weiß: Ein gesunder Darm und eine funktionierende Verdauung sind die beste Basis für unser Wohlbefinden und das nicht nur körperlich, auch psychisch.
Die zentrale Bedeutung des Darms für Gesundheit & Wohlbefinden

Der Darm ist das größte Organ des Menschen: Auf ca. 8 Meter Länge faltet und windet sich die Darmwand und könnte ausgebreitet bis zu 500 Quadratmeter bedecken! Mit dieser riesigen durchlässigen Oberfläche steht der Darm in Kontakt mit allem, was unser Körper aufnimmt. Millionen von Nervenzellen im Verdauungstrakt diagnostizieren und reagieren empfindsam auf Nahrung, Blutwerte, Hormone, Umwelteinflüsse, und interpretieren Signale unseres Hirns und diese Kommunikation ist wechselseitig:

Über Botenstoffe steht unser Darm in regem Austausch mit unserem primären Denkorgan, dem Gehirn. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dabei 90 Prozent der Informationen vom Bauch an den Kopf gesendet werden und im Hirn Reaktionen auslösen. So erreichen Stresssignale aus dem Kopf nicht nur den Darm in den meisten Fällen ist es umgekehrt: Stimmung, Gefühle, Reizreaktionen, kognitive Prozesse, Appetit und Immunsystem werden vielfach vom Bauch-Hirn im Verdauungstrakt getriggert.

Was machen Bakterien in unserem Darm?

Ein Millionenheer von Bakterien im Darm unterstützt ihn bei seiner vermeintlichen Hauptaufgabe: Was wir essen und trinken in verwertbare Nährstoffe (z.B. Fettsäuren, Glukose, Vitamine) umzuwandeln, die unser Körper zum Leben und Wachsen braucht.

Rund zwei Kilo wiegen die Darmbakterien und bilden ein komplexes Ökosystem, mit dem sie nicht nur die Nahrungsresorption unterstützen: Sie regen auch die Darmperistaltik und andere Stoffwechselvorgänge an und sie schützen uns vor Krankheitskeimen. Die nützlichen Darmbakterien, der bekannteste Stamm heißt E.coli (im Bild 10.000-fach vergrößert) verhindern und bekämpfen die Ansiedlung schädlicher Mikroorganismen im Darm, neutralisieren Schadstoffe und Keime, die sich beim Verdauungsvorgang bilden und aus der Umwelt aufgenommen werden. Über 70 Prozent aller Zellen, die Antikörper bilden, sitzen in der Darmschleimhaut. Eine intakte Darmflora ist also wichtiger Bestandteil unserer Immunabwehr.

Was bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht?

Organische Fehlbildungen und Erkrankungen können das gesunde Gleichgewicht von guten und schädlichen Darmbakterien aushebeln und zu langfristigen Beschwerden führen, ebenso wie

  • falsche Ernährung
  • ungesunde Lebensweise und belastende Lebensumstände (Stress)
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Antibiotika, Magensäurehemmer, Hormone)
  • mangelnde Hygiene (z.B. Kontakt mit Parasiten und Keimen im Ausland)
  • Schadstoffbelastung

Nicht jede Fehlbesiedlung der Darmflora (Dysbiose) macht sich durch alarmierende Symptome bemerkbar. Liegt keine schwerwiegende Grunderkrankung vor, klagen die Patienten über Verdauungsstörungen und unspezifische Magen-Darm-Beschwerden (Dyspepsien): Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen, rasche Darmentleerung oder Verstopfung. Ursache dafür sind unverdaute Speisereste, die durch einen Mangel an guten Darmbakterien nicht abgebaut werden können und Fäulnisgase bilden. Der Darm ist „träge“ oder entleert sich krampfartig. Eine Darmsanierung und verdauungsfördernde Naturheilmittel, Kräuter und Gewürze mit Bitterstoffen, die die Fettverdauung anregen, schaffen meist schnell Abhilfe.

Eine belastete Darmflora kann aber zu schlimmeren Problemen führen: Der Darm und seine Immunabwehr spielen bei vielen Krankheitsbildern eine Rolle. Ist das Darmmilieu auf Dauer gestört, wird der Mensch anfällig für Entzündungen, Infekte und Viren (Erkältungen, Fieber, Blasenentzündung, Herpes) oder Pilsinfektionen (Mykosen), er leidet unter Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Hautproblemen (unreine, trockene Haut, Schuppen), Appetitlosigkeit oder Fressattacken, Gewichtsschwankungen, Mattigkeit, möglicherweise zeigen sich depressive Verstimmungen.

Wann ist eine Darmsanierung sinnvoll?

Nicht jede Blähung oder Verstopfung, ein Bauchgrimmen oder eine sensible Reaktion auf bestimmtes Essen Anzeichen für eine gestörte Darmflora. Bevor ich eine Darmsanierung empfehle, kläre ich mögliche Ursachen für die Beschwerden und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ab.

  • Die Bioresonanzdiagnose zeigt qualitativ: Wie gut funktioniert der Darm? Die Bioresonanztests zeigen Organbelastungen, Unregelmäßigkeiten der Darmtätigkeit und Störungen der Darmflora.
  • Optional: Wenn indiziert oder auf Wunsch analysiert zusätzlich ein Laborfund  die quantitative Zusammensetzung der Darmkeime (Infos zur Stuhldiagnostik)

Auffällige Befunde legen den Schwerpunkt der Behandlung fest, die ich sehr individuell auf den Patienten und sein Beschwerdebild abstimme. Wesentliche Therapieansätze für Darmkuren in meiner Naturheilpraxis finden Sie auf der Seite Behandlungsablauf Darmsanierung und Darmaufbau.

Anwendungsgebiete:

  • Verdauungsstörungen, Reizdarm
  • Durchfälle, Verstopfung, Blähungen
  • Heißhunger auf Süßes
  • Allergische Erkrankungen
  • Lebensmittelallergien, Nahrungsunverträglichkeiten, Lactoseintoleranz
  • Heuschnupfen
  • Neurodermitis
  • Asthma
  • Abwehrschwäche, erhöhte Infektanfälligkeit
  • Chronische Müdigkeit
  • Hauterkrankungen
  • Pilzerkrankungen, Candida Darmpilz
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Cron, Colitis Ulcerus
  • Darmkrebsvorsorge und Krebsnachsorge